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Twitter, adé!

Es ist auf allen News-Websites, in der Tagesschau und auf den Titelseiten der großen Tages- und Wochenzeitungen weltweit zu finden: Der US-Multi-Milliardär Elon Musk hat Twitter gekauft und gestaltet den Kurznachrichtendienst Twitter, wo ich seit Februar 2009 mit der Welt kommuniziere, aktiv um. […]

Es ist auf allen News-Websites, in der Tagesschau und auf den Titelseiten der großen Tages- und Wochenzeitungen weltweit zu finden: Der US-Multi-Milliardär Elon Musk hat Twitter gekauft und gestaltet den Kurznachrichtendienst Twitter, wo ich seit Februar 2009 mit der Welt kommuniziere, aktiv um.

So weit, so gut. Wer Geld hat, kann sich (fast) alles kaufen. Auch für 44 Milliarden US-Doller einen Kurznachrichtendienst. Nicht so schön sind mindestens drei Dinge:

  • Der neue Eigentümer Elon Musk fiel in den letzten Monaten mit einem sehr zweifelhaften Verständnis der Meinungsfreiheit auf. Meinungsfreiheit ist ein hohes demokratisches Gut, hat aber auch seine Grenzen, wo dadurch Menschen kompromittiert werden könnten. Wenn Hass und Rassismus nicht konsequent vom Unternehmen Twitter selbst bekämpft werden, wird Twitter schnell an Relevanz verlieren.
  • Ein blauer Haken im Twitter-Profil bedeutete bis vorgestern, dass es sich um eine verifizierte (und damit auch meist zuverlässige) Quelle handelt. Nun aber ist dieser Haken käuflich – zuerst zwar „nur“ in anglophonen Ländern, aber nach einer Testphase und den notwendigen Übersetzungen dann auch Stück für Stück in anderen Ländern. Irgendwann auch hier. So wird es es noch schwerer werden zu unterscheiden, was eine glaubwürdige Information ist und was nicht.
  • Und mir gefällt Musks Umgang mit den Mitarbeiter:innen nicht. Etwa die Hälfte der Belegschaft hat er von heute auf morgen freigestellt, quasi rausgeworfen.

Gegenwind

Als kleiner, für Musk sicherlich unbedeutender Twitter-Nutzer, nehme ich mir als Mieter in „seinem“ Vogelhaus das Recht heraus, dort zumindest vorerst nicht mehr ein- und auszufliegen. Vielleicht ziehe ich auch ganz aus:

https://twitter.com/rasibo/status/1589199467538178049

Also nutze ich jetzt wieder den Social-Media-Kurznachrichtendienst „Mastodon“, den ich bereits vor fünf Jahren entdeckt hatte.

Ihr findet mich also hier: https://bonn.social@rasibo

Als User können wir unseren Einfluss geltend machen, indem wir Twitter nicht mehr nutzen, denn Twitter lebt von den Inhalten. Das haben auch schon einige globale Unternehmen (z.B. VW) wahrgenommen und Anzeigenschaltungen, die bislang ca. 90% der Twitter-Einnahmen ausmachten, eingestellt.

Bist du auch schon zu Mastodon umgezogen? Schreib mir doch deinen dortigen Nickname (mit Instanz) als Kommentar!

Deutschlandfunk

Kritik an Elon Musks Twitter-Plänen - Meinungsfreiheit versus Community Management

Noch ist der Kauf von Twitter durch Elon Musk nicht abgeschlossen, aber der Milliardär hat schon einige seiner Pläne für das Soziale Netzwerk bekanntgegeben - mit Fokus auf weniger Community Management. Expertinnen und Experten fürchten, dass Twitter dadurch zu einem feindseligeren Ort werden könnte.
DIE ZEIT

Elon Musk: Verifizierte Twitter-Accounts kosten künftig acht Dollar pro Monat

Der neue Twitter-Eigner Elon Musk will für die Verifizierung von Accounts Geld verlangen. Neben dem blauen Haken sollen die User dafür auch weitere Vorteile bekommen.
RND.de

#TwitterLayoffs: So emotional berichten Mitarbeiter von ihrem plötzlichen Rauswurf

Tausende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter feuert Twitter nach der Übernahme durch Elon Musk. Die Zugangsdaten funktionieren schon am Donnerstag nicht mehr, die Kündigung kam dann am Freitag – per Email. In Tweets berichten Betroffene von ihrem Rauswurf.
X (formerly Twitter)
https://twitter.com/rasibo/status/1589199467538178049
tagesschau.de

Nach Musk-Übernahme: VW setzt Werbung auf Twitter aus

Die Übernahme von Twitter durch Tesla-Chef Musk verunsichert auch Werbepartner: VW will vorerst keine bezahlten Spots mehr auf der Plattform schalten. Auch der US-Rivale General Motors hat diesen Schritt angekündigt.
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